Innsbrucker Teams auf Play-off Kurs

Das Tiroler Heimdebüt in der diesjährigen Hauptrunde gestaltet sich als Machtdemonstration des WBCT, der in drei Spielen 84 Tore erzielte. Der abermals groß aufspielende WBCI unter der Ägide von Hornak und Perisutti trauert dem unglücklichen Unentschieden gegen Graz nach, die Nachwehen des verspielten Überraschungssieges konnten allerdings im Sonntagsspiel gegen IWV überwunden werden, bei dem man stark dezimiert den Pflichtsieg erzwingen musste.

Bereits am Freitag begann das ausgedehnte Heimwochenende für die Tiroler Mannschaften, das Lokalderby brachte jedoch keine Überraschungen, nur starke Leistungen auf beiden Seiten, wobei insbesondere Matthias Eisl im Tor des WBCI eine gute Figur machte. Am Ende war das 22:11 auf der Anzeigetafel leistungsgerecht und ein guter Start in die zweite Hauptrunde, die noch einiges an Aufregung zu bieten haben sollte.

Am Samstag fuhr der WBCT einen deutlichen Sieg gegen den IWV ein, wobei  vor allem Tormaschine Dodo Valach für kommende Aufgaben in Position gebracht wurde – am Ende stand es 31:3, Valach erzielte gut ein Drittel der Innsbrucker Tore und zeigte sich in Schützenlaune.
Im Abendspiel vor den vollen Rängen des Innsbrucker USI-Bades traf der WBCI auf favorisierte Grazer, die bereits im Vorfeld keinen Hehl aus ihren Play-Off Ambitionen machten. Umso überraschender gelang den Innsbruckern rasch die Führung, nach dem ersten Viertel stand es bereits 6:2, Perisutti und Hornak zeigten ein unwiderstehliches Angriffsspiel. Auch in den folgenden Spielabschnitten konnte man die Grazer, bei denen Smarcan und Loványi fehlten, auf Distanz halten, so startete man mit 4 Toren Vorsprung in das letzte Viertel, das den beiden Schiedsrichtern, gelinde gesagt nicht zur Ehre gereichte. Innerhalb von wenigen Minuten schloss man Hornak, Stadl und Thöni aus, es folgte eine Flut von Penalties, die Graz allesamt nicht nutzen konnte – Stefan Menghin im Tor der Innsbrucker parierte drei 5-Meter Schüsse und krönte damit seine glanzvolle Leistung an diesem Abend. Die jungen Innsbrucker schafften es dennoch die vier Minuten in Unterzahl auf ein Unentschieden zu retten, am Ende hatte man sogar noch den Siegtreffer auf der Hand, doch das Stahlbad der letzten acht Minuten lastete zu schwer auf den Innsbrucker Nachwuchsspielern, die sich mit einem 11:11 in einem hochwertigen Spiel zufrieden geben mussten.
Das hart erkämpfte Unentschieden in Unterzahl war auch so ein Husarenstück des Abwehrverbandes um Menghin, doch die Gesichter nach dem Spiel verrieten die Enttäuschung  und Frustration ob der verspielten Punkte im  Kampf um den Finaleinzug.

Am Sonntag traf der WBCT auf die Steirer, die vom ersten Augenblick an keine Chance gegen die hungrigen Tiroler hatten. Nach dem ersten Viertel prangte ein humorloses 12:0 von der Anzeigetafel, woraufhin man etwas Tempo aus dem Spiel nahm, in dem auf Grazer Seite viele junge Spieler zu Eisatzzeiten kamen.  Das Endergebnis von 32:1 war eine Machtdemonstration der Tiroler gegen den Vorjahresdritten, an dem das spannende und harte Spiel am Vorabend sicher auch nicht spurlos vorbeigegangen war.
Der WBCI hatte deutlich mehr Sorgen mit dem IWV, das Ausfallen dreier Leistungsträger wegen Sperren konnte nur durch Arbeit und Beharrlichkeit kompensiert werden, doch am Ende wurde der Pflichtsieg, auch aufgrund einiger geglückter Experimente von Interimscoach Niklanovic gestemmt. So spielte Centerverteidiger Sebastian Eisl im Tor und machte dabei eine gute Figur, der reaktivierte Patrick Mayr steuerte 2 Traumtore zum Erfolg bei, Marko Buckovez sorgte für Wirbel im Center und Youngster Florian Stalzer überraschte mit einer Schraube aus 5 Metern Torwart und Publikum. Das letztlich klare 12:6 über die Feuerwehr war ein versöhnlicher Abschluss eines erfolgreichen Wochenendes aus Sicht der Tiroler, der fahle Nachgeschmack der verpassten Sensation wird allerdings noch etwas an den Gemütern nagen.

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